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davidk

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Montag, 4. Juni 2012, 23:45

Kühlwasser

Hallo,

hat jemand Erfahrung mit Kühlwasser beim HVOF?
Haben das TAFA System mit einer JP8000 im Einsatz.
Welches Wasser eignet sich hier am besten zum Kühlen?
Destiliertes, deionisiertes oder einfach Leitungswasser?
Evtl. Zusätze (Frostschutz)...?

Schöne Grüsse aus dem weiten Canada

David
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Juergen Angerler

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2

Dienstag, 5. Juni 2012, 14:19

Hallo David!!!



Wir verwenden deionisiertes Wasser für unsere Spritzsysteme(JP5000, DJ2600,...) seit mehr als 15 Jahren problemlos. Leitungswasser würde ich nur im Notfall verwenden, da meist der Kalkgehalt der Verrohrung zusetzt und vorhandene Salze der Anlage schaden würde. Frostschutz ist bei uns kein Thema, weil unsere Wärmetauscher im Gebäude stehen.



Schöne Grüsse aus Österreich



Jürgen

davidk

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3

Dienstag, 5. Juni 2012, 15:34

Korrosion

Hallo Jürgen,
besten Dank für die rasche Antwort.
Habt ihr keine Probleme mit Korrosion?
Habe ein Bild im Anhang. Kannst du dazu eine Aussage treffen ob es normal ist?
Einsatzdauer ca. 6 Wochen
Wurde erst im Februar mit dem HVOF beauftragt, somit ist für mich viels neu.
Beste Grüsse aus Canada
David
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Juergen Angerler

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4

Dienstag, 5. Juni 2012, 16:26

Hallo David!!!



Rost od. Ablagerungen an der Brennkammer wie du sie hast haben wir definitiv nicht. Eventl. leichte Kalkspuren. Muss eine gebrauchte suchen aber ich denke unsere haben nur eine Verfärbung in Richtung schwarz. Bei deiner Düse würde ich sagen, dass ihr kein deionisiertes Wasser sondern normales Leitungswasser verwendet. Auch würde ich alle Wasseranschlüsse und Verbindungen prüfen, ob es Messing, Edelstahl od. Schwarzmetall ist. Hatten bei einer Anlage auch Probleme mit Korrosion im Brenner ausgelöst durch falsche Anschlüsse.



Jürgen

5

Dienstag, 5. Juni 2012, 16:34

Inhibitoren für Kühlwasser

Hallo David,

das sieht wirklich nicht normal aus. Ihr solltet deionisiertes Wasser nehmen und eine Korrosionsinhibitor verwenden. Den gibts bei den Anlagenherstellern. Unser Chemiker meint es sind Phosphonate bzw. Triazole als Zusatz. Hier findest Du etwas dazu (s.125):

http://books.google.de/books?id=TmvsLad7…phonate&f=false

ich stelle Dir morgen mal ein Bild einer 300 h Brennkammer rein, die normale Korr.-erscheinungen hat. Da ist nix grünes dran. Dann hab ich sicherlich auch rausgefunden wie das empfohlene Additiv von Tafa heißt.

Beste Grüße

Christian

(Ach noch was, sorry Dein Briefumschlag liegt noch bei mir im Auto, geht aber in Kürze an Deinen Kollegen in D)

davidk

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6

Dienstag, 5. Juni 2012, 17:12

Korrosion

Besten Dank für raschen Antworten!
Habe mir die Leitungen angesehen, es wurden die Werkstoffe Kupfer, Messing (Kupfer-Zink), Edelstahl und div. Kuststoff (-rohre / Schläuche) verbaut.
Bin zwar kein Chemiker, würde jedoch auf dem ersten Blick keine "Batterie" erkennen, streite es aber auch nicht ab.
Leider kann ich hier keine besser Aufloesung posten.
Die Oberfläche sieht nach Lochfrasskorrosion aus, dazu abrasive Korrosion an der Lavaldüse (bei der Verjüngung).

Dazu ist ein einseitiger Verschleiss an der Austrittsöffnung ersichtlich (siehe Anlage).
Es ist eine Leitung, mit einem T-Stück kurz vor der Gun und anschliessend zwei kurze Schläuche (ca. 30cm) zur Gun.

Schoene Gruesse aus Canada

David
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7

Freitag, 8. Juni 2012, 09:12

Hallo David

also erstmal noch das versprochene Bild. Wie Du siehst, ist die Korr. bei uns nicht so dramatisch (realistische Betriebszeit waren so um die 100 h - hab nochmal überschlagen). Aber sehr schön sieht man, dass die Korr. dort am stärksten ist, wo die Brennkammer am heißesten wird. Hier muss man ganz genau schauen, ob die Kühlleistung aussreicht (ggf. Durchflussmenge erhöhen). Falls schon mit neuer Düse im Grenzbereich gearbeitet wird, kommt nach einer gewissen Betriebszeit noch der Effekt hinzu, dass der Wärmeübergang auf der korrodierten Kupferoberfläche im schlechter wird. Und die Brennkammer nat. noch heißer usw.. Schlecht dimensionierte Kühlanalgen verursachen auch oft ein Versagen der Viton-Dichtringe. Dann verliert man unter Umständen sogar permanent etwas Kühlwasser, was auch kritisch sein kann. Ggf. könntest Du auch mal die Flussrichtung des Kühlwassers kontrollieren, wenn die Kühlleistung nicht ganz aussreicht. Als erstes sollte die Brennkammer gekühlt werden. (Bei manchen JP500 Kopien ist das andersherum). Dann würde die Exp.-düse zwar stärker korr., aber die musst Du ja sowieso öfter wegen Verschleiß wechseln.

Messt Ihr die Rücklauftemperatur? Wie hoch ist die?

Jetzt zu dem Exp.-rohr. Die Aufteilung über ein T-Stück ist in keinster Weise zu empfehlen. Der einseitige, überhöhte Verschleiß an der Düsenwand ist dafür absolut typisch. Gute Anlagenhersteller bieten das schon seit Jahren gar nicht mehr in dieser Form an. Nat. benötigst Du ansonsten zwei speparate Pulverförderer, aber selbst dass rechnet sich schnell, wenn man die Exp.-rohre länger verwenden kann. Zu dem Bild. Es scheint so, als ob hier zwei Effekte zu sehen sind. Erstens der normale Verschleiß (Auswaschung) - ich meine diese Nut in Spritzrichtung - (das kommt vom T-Stück) und zweitens der ausgefressene Bereich. Dass sieht nach katastrophlem Versagen aus - kurzzeitige Überhitzung, Aufschmelzung usw.. Im Betrieb würde das gute Stück wahrs. in keinster Wiese mehr funktioniern zumindest um ordentliche HVOF Bedingungen zu erzeugen.

Vielleicht noch ein ganz unprofessioneller Tip, der aber zumindest besser ist als so starke Auswaschungen. Exp. düse in gewissen zeitlichen Abständen stückweise drehen. Dann wird es wenigstens ein rotationssymetrischer Konus.

Bis später

Christian
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