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Mario_Kahlhaus

Interessierter Nutzer

1

Montag, 30. August 2010, 15:21

Gefahr durch Pulver?

Mir wurde dieses Forum empfohlen, da ich eine Frage zu Gefahrenquellen beim thermischen Spritzen habe. Kennt jemand Informationsquellen die über Risiken beim Pulverspritzen aufklären. Wurde schonmal untersucht, wie Stäube und feine Partikel auf den menschlichen Organismus einwirken. Ich mache mir ernsthafte Sorgen, was das Einamten der Stoffe angeht.

Plasmatron

Interessierter Nutzer

2

Montag, 30. August 2010, 22:21

...

...das ist nat. werkstoffabhängig. Kobalt und Nickel sind sicher bedenklicher als Eisenbasis. D. Bemer und D. Billiere von Saint Gobain haben die Feinstaubbelastung bei Pulverflamm- und Lichtbogenspritzen untersucht. Siehe Tagungsunterlager der vierten RIPT in Lille. Im Vortrag wurde zusammengefasst, dass die Feinstaubbelastung bei LiBo ca. 10x höher ist als bei Pulverflammspritzen und diese ca. das 100fache von einem durchschnittlichen Diesel-PkW beträgt. ...die vorgestellten Ergebnisse waren sehr eindrucksvoll und haben gezeigt, dass ein Spritzbetrieb kein Luftkurort ist. Das war zwar irgendwie schon klar, aber jetzt kann man es auch nachlesen. Also lieber einmal mehr die Maske aufgesetzt. Was spritzt Du und wie schützt Du Dich?

Mario_Kahlhaus

Interessierter Nutzer

3

Dienstag, 31. August 2010, 08:41

Gefahr durch Pulver?

...das hätte ich nicht gedacht. Aber warum ist es beim Lichtbogenspritzen schlimmer, dort verwendet man doch Draht. Und was ist RIPT, hat doch hoffentlich nichts mit "rest in peace" zu tun? ;) Ich habe ein Pulverflammspritzsystem mit Ace. Damit kann man auch Plaste spritzen. Als Mundschutz nehme ich eine Staubmaske aus dem Baumarkt. Brille habe ich sowieso auf.

Plasmatron

Interessierter Nutzer

4

Dienstag, 31. August 2010, 09:23

...

RIPT heißt http://www.int-workshop-s2ts.org/2009/ript_s2ts_2009.pdf. Wahrscheinlich sind es gar nicht die Pulver, sondern die Kondensate vom Metalldampf. Ich glaube nicht, dass Deine Baummarktmaske viel gegen derart kleine Partikel nützt. Am besten sind Aktivkohlefilter, beim Kunststoffspritzen ideal, weil die Verbrennungsprodukte sicher auch nicht gerade gesundheitsfördernd sind. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass bei den Aktivkohlefiltern von 3M selbst üble Gerüche nicht mehr durchkommen. ...das kann allerdings kritisch sein, wenn Du irgenwo ein Brenngasleck hast, denn das austretende Gas riechst Du dann auch nicht mehr. Wenn Du willst schicke ich Dir mal die genaue Bezeichnung der Filter.

Mario_Kahlhaus

Interessierter Nutzer

5

Dienstag, 31. August 2010, 10:20

Gefahr durch Pulver?

Danke für die Info. Die Filterbezeichnung wäre nicht schlecht. die sind dann für diese Masken, wo man die Filter austauschen kann, oder?

Plasmatron

Interessierter Nutzer

6

Mittwoch, 1. September 2010, 14:29

Hi Mario,

hab jetzt den link gefunden: http://3m.richfx.com.edgesuite.net/catal…log/?rfx_page=6

hier findest Du die Masken der 6000er Serie, die wir verwenden. Die einzelnen Schutzklassen sind in dem Prospekt auch genau beschrieben.

Mario_Kahlhaus

Interessierter Nutzer

7

Mittwoch, 1. September 2010, 15:18

Gefahr durch Pulver?

Ok danke, dass hat mir weiter geholfen. Ich werde mir eine bessere Atemschutzmaske kaufen. Meine Pistole habe ich heute in der Galerie entdeckt, Sprayjet. Interessant, was es noch so gibt. :thumbup:

alfredo

Interessierter Nutzer

8

Mittwoch, 2. Februar 2011, 18:58

Guten Abend,
ich wollte nur erwähnt haben, dass das Einatmen von mineralischem Staub zur Silikose führen kann. Ich bin zwar kein Arzt aber ich fände es irgendwie unverantwortlich bei der Arbeit mit solchen Substanzen keine Schutzmaske zu tragen. Also ich würde mir da echt Sorgen um meine Gesundheit machen wenn ich jeden Tag diesem Staub ausgesetzt wäre. . .

MfG
liebe grüße aus Thüringen

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »alfredo« (15. Februar 2011, 18:28)


Plasmatron

Interessierter Nutzer

9

Donnerstag, 3. Februar 2011, 14:38

Silikose

Hallo Alfredo,

Silikose war tatsächliche eine Zeit lang ein echtes Problem, als noch häufig mit Quarzsand als Strahlmittel gearbeitet wurde. Die meisten Betriebe verwenden aber heute Korund (Al2O3 Basis), was zumindest keine Silikose auslöst. Die Langzeitwirkungen von Al2O3 Staub kenne ich allerdings auch nicht und möchte sie auch nicht erfahren. Du hast Recht: Arbeiten nur mit Maske!

Mario_Kahlhaus

Interessierter Nutzer

10

Freitag, 4. Februar 2011, 20:19

Silikose

...ich bin zwar auch kein Arzt, aber Silikose hat wohl nix mit Si-Verbindungen zu tun, sondern heißt nur so wegen mineralischem Staub (Staublunge). Die Symptome sind wahrs. auch bei vers. Pulvern die gleichen. Unangenehm!